Vielleicht ist es auch für Sie interessant
dann hier zu erfahren was ein Züchter investiert wohl bemerkt aus freien
Stücken an Zeit und auch Geld um sein Ziel Zucht mit einem ausgewählten
Tier zu erreichen.
Allem voran steht auch hier der Wunsch und die Liebe zur Rasse Deutsche
Dogge.
Die Suche nach einem Welpen von einem entsprechenden Züchter wo die
Elterntiere die richtige Farbe sehr gute HD Werte wenn gewünscht auch
Herzgeschallt sind .ist da wohl noch das einfachste.
Ein Blick in die Ahnentafel der Elterntiere hilft ebenfalls sehr man
kann dann auch Informationen zu den Ahnen erhalten die einen Schluss auf
den Welpen den man dann eventuell kaufen möchte zu lassen. In der Regel
besucht man mehrere Züchter um so
die Möglichkeit des Vergleiches zu haben. Dann endlich pfündig geworden
folgen Gespräche und das Ansehen der Zuchtzulassungen der eventuellen
Eltern.
Meist wissen die Züchter schon lange vor dem Belegen ihrer Hündin zu
welchem Rüden sie gehen werden.
Aus der Zuchtzulassung dieser Tiere kann der Welpeninteressent entnehmen
wie das
jeweilige Tier von den Zuchtrichtern bewertet wurde. Eine Zuchtzulassung
ist nicht mit einer Ausstellung zu vergleichen. Der Rahmen einer solchen
ist viel kleiner und jedes Tier wird von zwei Zuchtrichtern beurteilt.
Winkelungen der Gliedmaßen, Farbe
Augen, Zähne usw. sind nur ein kleiner Teil dessen was es zu beurteilen
gilt.
Ganz wichtig ist der Wesenstest dem sich jedes Tier unterziehen muss
welches in die Zucht soll.
Vor jeder Zuchtzulassung müssen die Tiere HD geröntgt werden zeitgleich
wir der genetische Fingerprint erstellt.
Die Ergebnisse des Röntgen können vielfach sein.
Drei Ergebnisse machen es möglich die Tiere bei einer Zuchtzulassung
vorzustellen.
A HD frei
B HD Grenzfall
C HD leicht
Nun aber zurück zum Welpenkauf. Hat man dann
endlich den Züchter seines Vertrauens gefunden und die Aufzucht wie auch
die Anlage in der diese erfolgt sagt einem zu und man hat auch noch das
Glück das ein Welpe geboren wird der einem gefällt wird dieser dann mit
ca. 8 - 10 Wochen nach Hause geholt.
In der Phase der Aufzucht stellt ein Züchter sein Tier mehrfach aus um
im Vergleich mit anderen Tieren beurteilen zu können wie sich der oder
die Kleine entwickelt.
Mit viel Glück steht dann nach vielen Monaten ein junges Tier vor einem
das die Hoffnung zu lässt mit diesem zu züchten.
Ab dem 15. Lebensmonat ist es möglich das Tier auf HD untersuchen zu
lassen.
Da zu fordert man vom Hauptzuchtwart die entsprechenden Papiere an.
Zeitgleich wird wie oben erwähnt der genetische Fingerprint erstellt.
Wenn das Ergebnis der HD passt kann man zu einer Zuchtzulassung fahren.
Das Tier muss aber 18 Monate alt sein.
In meinen Ausführungen bis hier her habe ich auf Grund der
Selbstverständlichkeit nicht erwähnt dass natürlich auch bei uns
Züchtern das angehende Zuchttier regelmäßig entwurmt und geimpft wird.
Jeder Züchter im DDC 1888 muss übrigens bevor er züchten darf ein
Züchterseminar besuchen.
Hier schließt sich der Kreis nun bald. Gehen wir davon aus das das Tier
die Zuchtzulassung erhält steht dem Einsatz des betreffenden Tieres
nichts mehr entgegen.
Bis auf den Fakt das ein Züchter im DDC 1888 viele Anforderungen vor dem
ersten Wurf zu erfüllen hat.
Wie erwähnt das Züchterseminar irgendwo in Deutschland ausgestattet
durch den DDC 1888 mit allen Themen rund um Zucht Recht Medizin usw.
Dieses läuft über ein Wochenende und man wohnt mal eben in einem Hotel.
Es folgt der Antrag auf Zwingernahmen Erteilung und deren Schutz.
Das Bauen einer entsprechenden Anlage mit Wurfhaus Heizmöglichkeit
entsprechenden Fenstern praktisch ein Haus mit großem Freilauf alles
geregelt durch die Zuchtordnung ist wohl der finanzielle Löwenanteil.
Nach Fertigstellung dieser Anlage erfolgt die Abnahme durch den
zuständigen Zuchtwart. Erst sein Urteil bringt die Entscheidung auf ein
ja oder nein mit dem Hinweis noch nach zu bessern.
Alle nun folgenden Angaben sind meine persönlichen Aktivitäten in
Hinblick auf die
Zucht mit meinen Hündinnen. Jeder Züchter hat seine eigenen Erfahrungen
und bringt diese in sein Handeln ein. Das betrifft natürlich nicht die
Auflagen des DDC 1888 die jeder einzuhalten hat.
Dann beginnt wie oben schon beschrieben die Suche nach einem
entsprechenden Rüden. Ich selten fährt man für so einen Deckakt viele
hundert Kilometer. Meine Hündin bekommt immer eine Woche vor dem ersten
Decken zusätzlich den Impfschutz vor Herpes. Nun beginnt, in der Regel
nach zweimaligem decken die schier endlose Zeit des Wartens ob es
geklappt hat. Ich persönlich lasse meine Hündin 25 Tage nach dem Decken
per Ultraschall untersuchen ob sie trächtig sind, so habe ich Gewissheit
ob es geklappt hat
Die Trächtigkeit gestaltet sich in der Regel unkompliziert. Drei Wochen
vor dem errechneten Geburtstermin stelle ich meine Hündin im Futter um.
Sie erhält dann außschlieslich Welpenfutter. Und auch so manches
besonderes Häppchen abgesehen von ganz viel Aufmerksamkeit welche ihr zu
teil. Eine Woche vor der Geburt erfolgt die zweite Herpes Impfung um
alles abzurunden. Schon im Verlauf der Trächtigkeit messe ich bei meiner
Hündin regelmäßig die Körpertemperatur um Veränderungen feststellen zu
können. An bei bemerkt kann man an dieser auch feststellen wann die
Geburt einsetzen wird. Die Temperatur fällt Stunden vor der Geburt um
ca. ein Grad ab. Aber das nur am Rande.
Mit der Geburt steigt auch die Verantwortung um ein vielfaches was
selbstverständlich sein sollte.
Auch hier greift die Zuchtordnung eindeutig. Eine Woche nach der Geburt
kommt der zuständige Zuchtwart um Mutter und Babys zu besichtigen. Durch
ihn erfolgt die Wurfmeldung an das Zuchtbuchamt. Ab dem 10. Lebenstag
erfolgen die Entwurmungen aller 14 Tage von Mutterhündin und Welpen. Der
ganze Hundebestand sollte im Übrigen dann mit entwurm werden.
Mit ca. 3 Wochen beginne ich meine Welpen langsam auf feste Nahrung
umzustellen.
In der fünften Woche lasse ich meine Tiere Parvovirose impfen.
Entsprechend der Anzahl der Welpen kommt der Zuchtwart in der achten
Lebenswoche zur letzten Besichtigung der Babys. Das gilt aber nur wenn
die Wurfstärke bis 8 Welpen geht. Sind es mehr Welpen besucht der
Zuchtwart den Züchter in der 3. und 5. Wochen nochmals. Zusätzlich sind
tierärztliche Atteste nötig.
Sie sollen Auskunft über den Gesundheitszustand der Tiere geben. In der
Zeit bis zur 8. Woche versuche ich meine Welpen auf alle möglichen
Umwelteinflüsse zu prägen. Da zu zähl das Auto fahren genau so wie der
summende Staubsauger. Die Welpen werden mit anderen Hunden
zusammengebracht und lernen Katzen kennen.
Sauberkeit und das gehen an der Leine gehört ebenfalls zum guten Ton.
Wenigstens zweimal gehe ich mit Hilfe meiner Kinder immer mit einem Teil
der Welpen also hübsch der Reihe nach in die Stadt. Eine Straßenbahn
oder ähnliches kann so einen kleinen Racker nämlich ganz schön
erschrecken. Also lieber früher als später.
Als Besonderheit bekommen meine Welpen immer in der 6.-8. Woche Besuch
von einer Schulklasse. Ich nenne das keine Angst vor dem großen Hund. Es
tut Kindern wie Welpen sehr gut diesen Kontakt einmal, vor allem in
größerer Menge von Mensch und Tier zu haben.
Vor der Wurfabnahme in der 8 Woche müssen die Welpen laut Zuchtordnung 5
fach geimpft und mit einem Micro Chip gekennzeichnet werden.
Wenn diese Beurteilung den Tierschutzrichtlinien und der Zuchtordnung
des DDC 1888 entspricht werden die Kleinen ins Zuchtbuch des DDC
eingetragen und der Züchter erhält im Anschluss daran die Ahnentafeln
für die Welpen.
In der ganzen Zeit werden unzählige Telefonate mit Welpen Interessenten
geführt viele Fragen beantwortet bei Besuchen der zukünftigen
Hundebesitzer unzählige Tassen Kaffee verzehrt und unendlich viel
beraten.
Ich persönlich begrüße es wenn die Hundeeltern so oft wie möglich im
Vorfeld zu mir kommen. Es festigt den Kontakt und so entstehen oft auch
langjährige Freundschaften.
Seit einiger Zeit veranstalte ich eine Woche vor Abholung der Welpen
einen
Informationsabend wo alle noch einmal zusammen kommen um nochmals auf
Fragen einzugehen.
Immer nach dem Motto alles geht nichts muss. Meist wird das eine recht
vergnügliche Zeit.
Wenn dann alle Welpen ein zu Hause gefunden haben was auch durch
Anzeigen in Fachzeitschriften erfolgt ist erst einmal durchatmen
angesagt.
Viele meiner Welpeneltern nutzen das Angebot und besuchen mich um ein
wenig bei der Erziehung des Welpen unterstützt zu werden. Einige finden
aber auch den Weg zu einer Ortsgruppe des DDC 1888 was mich besonders
freut. Diese Welpen sieht man dann auch auf Ausstellungen wieder. Der
Lohn des Züchters sage ich gern für all die schlaflosen Nächte und die
Sorgen um die Kleinen und die Mama denn das kann wohl keiner in Zahlen
fassen. Hinzu kommt das ein Eintritt in den DDC 1888 und dann in eine
Ortsgruppe viele Vorzüge hat. Jeder hat so auch mal auf die schnelle
einen Ansprechpartner in allen Fragen.
Am Ende nun die Frage zum Preis. Sie haben einen kleinen Eindruck
gewonnen was dem voraus geht bis es zum züchten selbst kommt.
Alle detaliert auf zu schlüsseln erspare ich mir.
Ich denke dass ein jeder seine Wünsche und Träume leben sollte.
Daher habe ich die feste Meinung unsere Doggen sind Familiehunde sie
lieben Kinder und die Nähe zu ihrem Menschen. Als vierfache Mutter die
ich selbst lange gewartet habe bis ich mir meinen Wunsch erfüllen
konnte, das heißt Platz Zeit und natürlich auch Anschaffungspreis war
dann vorhanden, lehne horrende Preise ab.
Trotzdem hat ein Welpe vom Züchter seinen Preis.
Sicher, beim lesen dieser Zeilen werden einige denken das haben die sich
ja selbst ausgesucht! Das ist ohne Frage richtig. Muss man aber nicht
auch fragen warum?
Ich kann nicht sagen ob diese Worte für alle gelten aber für mich und
ganz viele andere Hundezüchter egal welcher Rasse gilt denke ich
folgendes.
Die Zucht unter Auflagen und Regeln nützt in erster Linie den Tieren.
Sie garantiert das medizinisch und Tierschutz rechtlich alles erdenklich
Mögliche für die entsprechende Rasse getan wird. Die Entwicklung
schreitet voran, so werden ganz viele Untersuchungen in der Genetik
betrieben um auch bei Hunden Erbkrankheiten zu erkennen um diese dann
möglichst einzudämmen. Dadurch wird es möglich auch dem Käufer ein
ganzes Stück Sicherheit zu vermitteln.
Ohne Frage schwarze Schafe gibt es in allen Bereichen auch unter
Züchtern. Aber gibt es die nicht in allen Bereichen des Lebens wo
Menschen auf einander treffen?
Daher kann ich jedem nur raten oder besser ans Herz legen wenn Sie den
Wunsch haben sich einen Hund einer bestimmten Rasse an zu schaffen
wenden Sie sich an einen Züchter. Hat dieser keine Welpen wird er Ihnen
in den meisten Fällen weiterhelfen können. Klappt das nicht gibt es da
noch die Zuchtwarte oder das Zuchtbuchamt. Die Wege sind vielfältig.
Zum Abschluss lassen Sie mich aber sagen das der Welpenpreis vom Züchter
bestimmt wird es gibt für diesen k e i n e Regel oder Bestimmung.
Ich wünsche Ihnen ein glückliches Händchen und ein waches Auge auf der
Suche nach Ihrem Freund fürs Leben,
Mit Sicherheit werden Sie ihn in einer Deutschen Dogge finden.
Herzlichst Beatrice Oswald und die Doggen von Tara
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